Die Wichtigkeit des Eigenkapitals in der Immobilienfinanzierung

Bevor man eine Immobilienfinanzierung zum Erwerb oder Bau einer Immobilie in Erwägung zieht, sollte man sich mit den Grundpfeilern näher auseinandersetzen, über die Thematik genau informieren und die Gegebenheiten klären.

© sushi king (fotolia.com)

Dazu gehören u.a. das Eigenkapital. Je mehr Eigenkapital vorhanden ist desto geringer sind die anfallenden Zinsen. Dieser Tatsache sollten sich Interessierte zunächst einmal klar machen. Wer wenig mitbringt zahlt am Ende einen deutlich höheren Preis, trotz aktuell historisch niedriger Zinsen. Beträgt das Eigenkapital der Finanzierungssumme mehr als 50% gibt es den effektivsten Zinssatz sowie die umfangreichste Auswahl an Finanzierungsmöglichkeiten.

Immobilienfinanzierungen mit lediglich 20 bis 25 Prozent Eigenkapital gibt es ebenfalls noch zu günstigen Konditionen, diese Variante wird am häufigsten gewählt und sollte für angehende Hausbesitzer im Bereich des möglichen liegen. Die Anbieterauswahl ist auch in diesem Segment immer noch ansprechend.

Teuer und kritisch wird es für den Kreditnehmer bei 5% der Finanzierungsmittel als Eigenkapital sowie bei der kompletten Übernahme der Finanzierungssume durch die Bank, der so genannten Vollfinanzierung. In diesem Bereich ist die Anbietervielfalt sehr gering und der Zinssatz ist deutlich höher.

Doch nicht immer ist die Entscheidung leicht: Lieber die niedrigen Zinsen nutzen und mit geringem oder gar keinem Eigenkapital eine Finanzierung riskieren? Oder doch erst noch etwas sparen und riskieren, dass es zum Anstieg der Zinsen kommt? In jedem Fall ist eine einwandfreie und nachweisbare Bonität eine wichtige Grundvoraussetzung. Wer sich nicht ausreichend mit der Thematik auskennt, verliert im Zweifelsfall viel Geld. Daher ist es empfehlenswert, sich mit Fachleuten in Verbindung zu setzen. Die wohl am häufigsten konsultierten Fachleute sind Makler. Zwar fallen hohe Gebühren an, doch dieses Geld ist sinnvoll investiert. Eine gute Anlaufstelle stellen beispielsweise Immobilienmakler dar.

In jedem Fall müssen die Gesamtkosten der Immobilie genauestens berechnet und in Form eines soliden Kostenplans abgebildet werden. Immobilien altern und bedürfen in regelmäßigen Modernisierungen, Renovierungen und Schönheitsreparaturen. Dies kostet Geld, welches bei der Finanzierung mit eingeplant werden sollte um rechtzeitig Rücklagen zu bilden.