Immobilienfinanzierung

Ein Immobilienkredit – auch Hypothekendarlehen bezeichnet – ist ein Darlehen, das durch eine Immobilie abgesichert wird. Immobiliendarlehen können unterschiedliche Anwendungen finden: Zum Neubau oder Kauf, zur Sanierung oder zum Umbau einer eigenen Immobilie, zur Umschuldung oder auch für andere Zwecke eingesetzt werden.

Langfristige Immobilienfinanzierung
Der Vorteil eines Immobiliendarlehens liegt in der Langfristigkeit: Die lange Laufzeiten ermöglichen einen niedrigen Tilgungssatz und somit eine niedrige Darlehensrate. Insbesondere erhalten die Darlehensnehmer durch einen festgeschriebenen Zinssatz Planungssicherheit. Somit bleibt für einen vertraglich zugesicherten Zeitraum – dem Zinsbindungszeitraum – die monatliche Belastung vorausberechenbar und gleich.
Da sich die Banken das Kapital für die langfristigen Darlehen am Kapitalmarkt besorgen, können diese auch das Darlehen mit langjährigem Festzins anbieten.

Voraussetzungen für eine Immobilienfinanzierung
Bevor ein Immobiliendarlehen von einem Kreditinstitut bewilligt werden und man überhaupt an Häuser kaufen denken kann, müssen unterschiedlichsten Faktoren geprüft und berücksichtigt werden. So ist es seitens des Kreditnehmers die individuellen finanziellen Belastungsfähigkeiten mit Blick auf persönliche Umstände langfristig zu berücksichtigen.

Aus Sicht der Bank fließen unterschiedlichen Faktoren in die Kreditentscheidung mit ein: Dabei werden das Einkommen und die bestehenden Verpflichtungen gegenübergestellt. Dabei werden Informationen – unter Beachtung der gesetzlichen Bestimmungen – von Kreditauskünften wie Schufa oder anderen Quellen eingeholt. Auch der Wert der Immobilie und der sonstigen Sicherheiten, die der Kreditnehmer der Bank zur Sicherung des Immobiliendarlehens zur Verfügung stellt beeinflussen die Kreditentscheidung maßgebend.

Welche Sicherheiten bieten sich an?
Die Grundschuld: Die Grundschuld ist die wichtigste Sicherheit, welche das Kreditinstitut zur Sicherung des Immobiliendarlehens erhalten kann. Eine Grundschuld stellt ein Pfandrecht an einem Objekt dar, das im Grundbuch festgehalten wird.

Die Gebäudeversicherung
Diese ist Voraussetzung für die Auszahlung eines Immobiliendarlehens und ist somit unverzichtbar. Die Gebäudeversicherung versichert die Immobilie gegen Sturm-, Feuer- und Wasserschäden. Im Schadensfall deckt diese alle Kosten die zur Wiederherstellung des Gebäudes notwendig sind.

Des Weiteren ist es sinnvoll, freiwillig andere Versicherungenspolicen abzuschließen, zum Beispiel eine Risiko-Lebensversicherung, die im Todesfall des Versicherten eintritt.

Baufinanzierung ohne Eigenkapital

Die Baufinanzierung oder der Erwerb einer Immobilie ohne Eigenkapital – Vollfinanzierung – gewinnt in Deutschland zunehmend an Bedeutung. Der Vorteil dieses Models besteht darin, dass der Bauherr oder der Erwerber seine Liquidität behält und trotzdem den Traum von eigenen vier Wänden verwirklichen kann. Bekannt ist die Baufinanzierung ohne Eigenkapital als 100-prozentige, 105-prozentige und 110-prozentige Finanzierung […]