Zwei Milliarden Dollar Verlust – UBS-Händler in Haft

Die Schweizer Großbank UBS wurde durch den schwersten Finanzskandal in ihrer Geschichte erschüttert.

In der Großbank wurde Mittwochs ein zwei Milliarden Dollar Verlust entdeckt. In Großbritannien, wo die Wertpapierhändler der UBS ihren Sitz haben, wurde noch am selben Tag ein 31jähriger Mann verhaftet. Ihm wird zur Last gelegt, dass er ungenehmigte Geschäfte mit fremdem Kapital getätigt haben soll. Nach Aussage der UBS-Offiziellen ging der Mann mit großer krimineller Energie vor und benutzte seine Vertrauensposition für seine Taten. Ob es sich wirklich um zwei Milliarden Dollar Verlust handelt ist noch nicht abschließend geklärt. Eine Veränderung der Summe wird nicht ausgeschlossen. Drei Bankenaufsichten sind mit dem Fall beschäftigt. Die Schweizer Bankenaufsicht, die Britische Finanzaufsicht und die US-Finanzaufsicht.

Als Folge des Geschehen stürzte der Aktienkurs ab. Der Absturz belief sich auf neun Prozent. Der Kurs erholte sich aber schnell wieder. Die Börsenhändler haben das Vertrauen in die UBS verloren, ohne schwerwiegende Probleme dem Skandal zu entgehen.

Es wird davon ausgegangen, dass es passieren kann, dass die UBS im dritten Jahresviertel einen Verlust erleben wird. Nicht von dem Schaden betroffen seien Kundenpositionen., teilte die Bank mit.
Die UBS gehört zu den Banken in Europa, die von der Finanzkrise stark mitgenommen wurden. Ihre Verluste lagen sowohl 2007 als auch 2008 insgesamt bei 28 Milliarden Franken. Zu ihrer Rettung gab die Schweiz der Bank eine finanzielle Hilfe in Höhe von 60 Milliarden Franken. Trotzdem wurden mehr als zehntausend Mitarbeiter entlassen. Im Jahr 2011 glaubten viele Experten an eine Besserung der Lage der Bank. Schon im zweiten Quartal traf die Bank ein Rückschlag. Das Problem war das Investmentbanking. Der Gewinn schwand wieder einmal dahin. Der vor Steuern ausgewiesene Gewinn war im ersten Halbjahr ein Drittel kleiner als noch im vorhergehenden Jahr. Der neuen Verlust wird wohl wieder zu Einsparungen zwingen, neue Entlassungen werden die Mitarbeiter tragen müssen.

Das Management versuchte die Mitarbeiter zu motivieren. Der Angestellte, so das Unternehmen, solle sich auf den Kunden konzentrieren. Der zähle auf die Bank. Vor gefährlichen und flüchtigen Märkten dürfe man keine Angst haben.